Diese gravierte Stadtansicht, bezeichnet als „Geneue. Genss.“, wurde 1654 von der Werkstatt Matthaeus Merians produziert, mit textlichen Beiträgen von Martin Zeiller und Caspar Merian. Herausgegeben in Frankfurt von Matthaei Merian seel. Erben, erscheint sie als Platte innerhalb der dritten Auflage der monumentalen „Topographia Helvetiae“, die selbst Teil von Merians mehrbändiger Topographia Germaniae-Serie ist. Wie durch den sichtbaren Buchrücken und die Bindung gezeigt, behält das Blatt volle Ränder und offenbart seinen ursprünglichen Kontext als gebundene Folio-Atlas-Seite.
Die Gravur zeigt eine panoramische Vogelperspektive von Genf und seiner unmittelbaren Umgebung, aus dem Südosten orientiert und umfasst die Stadt, die Verteidigungsmauern und die Uferpromenade. Der Vordergrund ist detailliert mit Figuren, Gartenparzellen und Vorstadtwohnungen, während der Mittelgrund die Altstadt von Genf, markante Kirchen, den Seehafen und Gruppen von öffentlichen Gebäuden umfasst. Der Genfersee und seine Ufer dominieren die Mitte, mit Booten und Schiffen, die das Wasser bevölkern, und die Aussicht zieht sich in die Alpengebirgen im Hintergrund zurück. Am unteren Rand identifiziert eine legende mit Schlüssel zwanzig spezifische Orte innerhalb der Szene.
Dies ist ein Reproduktionsdruck einer historischen Karte




















